Die Resistenza auf dem Weg zum Sieg
Autor: Milan Spindler
Zwischen Januar und Mai 1945 erreichte der Zweite Weltkrieg in Italien seinen entscheidenden Abschluss mit der Befreiung weiter Teile des Landes durch die Alliierten. In dieser Phase spielte die Resistenza eine aktivere Rolle in den Kämpfen gegen ihre Gegner als je zuvor. Besonders das Ausrufen eines landesweiten Aufstands am 25. April 1945 prägte das kollektive Gedächtnis weit über das Kriegsende hinaus. Nach der Befreiung rückte die Entwaffnung und Auflösung der Partisanengruppen in den Mittelpunkt – ein entscheidender Schritt für den Übergang in eine neue politische Ordnung.
Die Befreiung von Piacenza aus Sicht der Alliierten
Am 28. April 1945 wurde die Stadt Piacenza vom Widerstand und von amerikanischen und brasilianischen Truppen befreit. Nach zwei Tagen Kampf, in der Nacht vom 27. auf den 28. April, verließen die deutschen und faschistischen Streitkräfte, die in Piacenza stationiert waren, etwa 2.000 Mann, die Stadt und suchten über die bestehenden Fähren auf dem Po Zuflucht in der Lombardei. Am Morgen des 28. April nahmen die Partisanenformationen die befreite Stadt in Besitz. Bis zum 29. April kam es noch zu einigen Zusammenstößen zwischen den Partisanen und den letzten faschistischen Scharfschützen. Die Fotografen des Signal Corps hielten einige Momente mit ihren Kameras fest.