Briefe

In den Kriegsjahren dienten 18,2 Millionen Männer in den deutschen Streitkräften. Jeder von ihnen hatte Familienangehörige, mit denen er über die Feldpost brieflich in Kontakt blieb. Aus diesem Grund gehören die Feldpostbriefe auch heute noch zu den häufigsten und am weitesten verbreiteten Quellen. 

Meist blieben diese Briefe im Besitz von Familien und wurden nur selten - im Verhältnis zu ihrer Verbreitung - von Archiven, wie dem Museum für Kommunikation in Berlin, gesammelt. Zu den bekanntesten Sammlungen gehören die Sammlung Sterz und die Sammlung Schüling, die beide in der Landesbibliothek in Stuttgart aufbewahrt werden. Nur ein verschwindend geringer Teil dieser Dokumente ist ediert und für die Wissenschaft zugänglich gemacht worden.

Als Quelle für die Geschichtsschreibung wurden die Feldpostbriefe in den 1980er und 1990er Jahren in Westdeutschland als Quelle für die Rekonstruktion des Alltagslebens entdeckt.

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