Kurt Christian von Loeben
* "30 September 1915" –
Döbeln (Sachsen)
† "24 März 1945" –
Brantice, Mährisch-Schlesien, Tschechien
Unter dem Kommando von Kurt-Christian von Loeben führte die Aufklärungs-Abteilung der Fallschirm-Panzer-Division "Hermann Göring" im Frühjahr 1944 mehrere Einsätze gegen Partisanen im Apennin durch, bei denen etwa 300 Zivilpersonen getötet wurden, darunter vielen Kinder. Die unverhältnismäßige Brutalität der Aufklärungs-Abteilung rief starke Empörung hervor, so dass die Wehrmacht Untersuchungen einleiten musste. Diese verliefen ergebnislos. Lediglich von Loeben und zwei weitere Offiziere wurden versetzt. Rittmeister von Loeben starb nach einer Verwundung im März 1945 in einem Lazarett an der Ostfront.
- Nationalität
- deutsch
- Formation
- Wehrmacht
- Eintritt in die NSDAP
- Nein
- Streitkraft
-
Wehrmacht
- Dienstjahre
- 1937-1945
- Dienstgrad
- Rittmeister (Kavallerie)
- Feldzüge und Kampfhandlungen im Zweiten Weltkrieg
-
Frankreich 1940
Besatzung der Niederlande 1943?-1944
Italien 1944
Ostfront 1944-1945 - Bestätigte Massaker
-
Monchio, Susano e Costrignano (Modena)
Cervarolo e Civago (Reggio Emilia)
Monte Morello (Firenze)
Vallucciole e area del Monte Falterona (Arezzo)
Mommio (Massa e Carrara) - Nachkriegszeit
-
Im März 1945 im Kampf gefallen.
Ausbildung und Erfahrung im Krieg
-
Ein altes Adelsgeschlecht mit militärischer Tradition
-
An der Front
Beteiligung an Massakern an der Zivilbevölkerung
-
Mit der "Hermann Göring" in Italien
Die Brutalität war so auffällig, dass sie selbst bei deutschen Kommandos negative Reaktionen hervorrief. Auf Beschwerde der RSI-Behörden wurde die Abteilung kriegsgerichtlich untersucht.
-
Partisanenbekämpfung und Morde an der Zivilbevölkerung im Frühjahr 1944
Von Loeben wurde im Laufe seiner Karriere mehrfach ausgezeichnet, zuletzt 1945 mit dem Deutschen Kreuz in Gold. Im März 1945 wurde er schwer verwundet und starb in einem Feldlazarett in Bransdorf (heute Tschechische Republik)
-
An der Ostfront
Quellen
Personalakte von Kurt Christian von Loeben in BArch, PERS 6/51892.
Auswahl der Bibliografie
Carlo Gentile, Wehrmacht und
Carlo Gentile, Le stragi del 1944 in provincia di Arezzo ed i loro perpetratori (Bericht zur Vorbereitung des Antrags der Gemeinden Bucine, Cavriglia, Civitella in Val di Chiana und Stia auf Einleitung von Ermittlungen), Köln, 1998, abrufbar unter: https://uni-koeln.academia.edu/CarloGentile)
Autor*innenschaft und Übersetzung
Autor: Carlo Gentile
Übersetzt aus dem Italienischen durch: Antonia Frinken
© Projekt "Die Massaker im besetzten Italien (1943–45) in der Erinnerung der Täter“
2023